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PROBLEME EINER PENDLERGEMEINDE

Beinahe alle Industriebetriebe und – unter Ausnahme der Primarschulen – alle weiterführenden Schulen liegen in Heerbrugg. Die Schulen stehen allen umliegenden Gemeinden zur Verfügung und werden von ihnen gemeinschaftlich getragen. So sind viele Schülerinnen und Schüler, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Gemeinde Balgach wie auch ihrer Nachbarorte auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen, um zu ihrem Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu gelangen. In den klassischen Stosszeiten sind die Busse, die seit den 1940er-Jahren eingesetzt werden, voll von Pendlern. Und der Stau auf den Strassen kommt einem Verkehrsinfarkt nahe. Diesem Problem muss sich Balgach künftig stellen.

Ein anderes ist gesellschaftlicher Natur: Die Identifikation der Einwohnerinnen und Einwohner mit ihrer Gemeinde nimmt ab. Vor allem unter Jugendlichen, deren Freizeitbedürfnisse ein Ort wie Balgach nur bedingt erfüllen kann. So orientieren sich viele der jungen Leute eher nach St. Gallen oder gar Zürich aus. Darunter leidet das reiche Vereinsleben in Balgach, das seit Jahren einen Mitgliederschwund verzeichnet. Die Aufgabe, die Gemeinde auch für sie und andere Bevölkerungsgruppen attraktiv zu halten, ist für Balgach eine grosse Herausforderung.